Viele Studenten und Schüler sind auf staatliche oder elterliche finanzielle Hilfe angewiesen. Um sich einen gewissen Lebensstandard sichern zu können, müssen sie jedoch oftmals zusätzlich zu Schule oder Studium ein Arbeitsverhältnis aufnehmen. Die Auswahl an geringfügigen Beschäftigungen (sogenannten Minijobs oder 400,- Euro Jobs) ist groß und auch für ungelernte Kräfte stehen, gerade in Universitätsstädten, eine Reihe an Möglichkeiten zur Verfügung. Diese Arbeitsverhältnisse während der eigentlichen Ausbildung können Vorteile, aber auch Nachteile mit sich ziehen.

Ein großer Vorteil eines Jobs neben dem Studium oder der Schule ist natürlich die finanzielle Unabhängigkeit. Durch Nebenbeschäftigungen können finanzielle Hilfen der Eltern oder des Staates minimiert werden. Außerdem schnuppern die Jugendlichen bereits in die Arbeitswelt hinein und können so bereits wertvolle Berufserfahrung sammeln. Es werden erste Kontakte geknüpft, die für das spätere Berufsleben wichtig sein können. Für Schüler stellt eine Nebenbeschäftigung außerdem die Möglichkeit dar, sich vielleicht schon für oder gegen den einen oder anderen Berufsweg zu entscheiden.

Für die Meisten stellt jedoch ein Nebenjob die einzige Möglichkeit dar, überhaupt einigermaßen über die Runden zu kommen. Sie sind dazu gezwungen, eine Tätigkeit aufzunehmen, weil sonst die finanziellen Mittel nicht für den Lebensunterhalt reichen. Auch Schule und Studium können unter einem Nebenjob leiden, da es oftmals schwierig ist, die Arbeit und die Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. Viele müssen an ihren eigentlich freien Wochenenden arbeiten gehen und haben so kaum Erholungsphasen von Prüfungen und Lernstress. Das Studium dauert meist länger, weil doch meist ein bis zwei Tage pro Woche fehlen, die man ansonsten zum Lernen hätte nutzen können. Dabei kommt es aber auch natürlich auf die Art des Nebenjobs an. Auch während der Semester- oder Schulferien gehen viele Jugendliche arbeiten, sodass für einen Urlaub kaum noch genügend Zeit bleibt. Häufig kommen noch für Studenten verpflichtende Vollzeitpraktika hinzu, die zeitlich auch noch eingebaut werden müssen, was wiederum zu einer Doppelbelastung führt.

Besonders beliebte Nebenjobs finden sich in der Gastronomie, da hier die Einnahmen, bedingt durch das steuerfreie Trinkgeld, erheblich höher sein können, als in anderen Branchen. Aber auch im Einzelhandel, der Produktion oder in der Promotion können Jugendliche gut eingesetzt werden. Die Stundenlöhne können dabei je nach Branche und Bundesland variieren. Besonders begehrt und daher schnell vergeben sind die ausgeschriebenen Stellen an den Hochschulen als wissenschaftliche Hilfskraft oder als Nachhilfelehrer. Diese Jobs sind meist gut bezahlt und die gesammelten Erfahrungen können nach dem Studium sinnvoll eingesetzt werden.